Warum Fellpflege?
Hunde werden grösstenteils in einer Umgebung gehalten, in der die natürliche und ursprüngliche Selbstreinigung des Fells, nicht mehr stattfindet. Die Fellstruktur vieler Rassen liesse das auch nicht mehr zu.
Erst durch die menschliche Auslese bzw. Zucht entstanden Hunde und Katzen mit dem jetzigen Aussehen.
Zu den früher oft widrigen Umständen kamen und kommen im Zuge der Industrialisierung zunehmend mehr Umwelteinflüsse auf unsere geliebten Vierbeiner zu (Hausstaub, Wohngifte, trockene Heizungsluft, Autoabgase, belastete Seen und Flüsse, Schadstoffe im Futter etc.). Auch kann es durch eine Kastration durch den veränderten Hormonhaushalt zu einer Fellveränderung, -vermehrung kommen.
Auch hier muss der Mensch der nicht mehr vorhandenen "Natur" unter die Arme greifen:
Je nach Haarlänge sollte das Fell täglich gebürstet werden. Dadurch werden Staub, Schmutz und Verknotungen (Vorstufen von Filz) entfernt. Ausserdem regt es die Durchblutung der Haut an und fördert das Haarwachstum und die Regeneration.
Bei vielen Rassen ist während des Fellwechsels, im Frühjahr und Herbst, regelmäßiges Bürsten wichtig, um das alte, abgestorbene Haar zu entfernen, wodurch die Haut "frei atmen" und das neue Fell schöner nachwachsen kann.
Bei rauhaarigen Hunden sollte man das alte, abgestorbene Haar durch Trimmen (das Auszupfen von lockerem, totem Haar) entfernen lassen. Die Trimmtechnik tut dem Hund nicht weh, wenn es richtig gemacht wird. Durch das Entfernen kann das neue, raue Haar nachwachsen. Entfernt man dieses Haar nicht, fangen die Hunde oft an sich zu kratzen und zu jucken, was zu Hautirritationen führen kann. Schert man dieses Fell ab, verwollt der Hund und verliert sein typisches Aussehen.
Diese Trimmtechnik sollte aber nur von Fachleuten oder jemandem, der mit dieser Technik vertraut ist, ausgeführt werden, da man dem Hund sonst Schmerzen zufügen kann. Nur sauberes, lockeres, luftiges Fell schützt wirklich vor Kälte oder zuviel Wärme.