Auch für Tiere ist die Homöopathie eine sanfte und sehr wirkungsvolle Heilmethode. Akute und vor allem chronische Krankheiten sprechen oft sehr gut auf die sanfte Behandlung an.
Die Homöopathie unterstützt und regt die Selbstheilungkräfte des Körpers an. Ihre Grenzen liegen dort, wo das Gewebe oder der Organismus so erschöpft ist, dass die Selbstheilung nicht mehr angeregt werden kann. Gefährliche Infektionskrankheiten, Brüche, Operationen, schwere Schockzustände, Austrocknung sind der Schulmedizin vorbehalten.
Die Mithilfe des Besitzers ist sehr wichtig, da er die Befindlichkeit seines Tieres und dessen Charakter am besten kennt. So sollte er sein Tier so genau wie möglich beobachten und objektiv die Symptome beschreiben, da anhand der Symptome die passenden Medikamente verordnet werden.
Dosierung
Es gibt eine Faustregel bei der Potenzwahl:
Die Dauer der Erkrankung und die psychische Belastung entscheidet die Potenz. Eine frische Verletzung verlangt Arnica D6, 3-4 mal täglich. Wohingegen die gleiche Verletzung, die nie behandelt wurde, aber immer noch Schmerzen bereitet, dasselbe Medikament in einer höheren Potenz braucht, nämlich die Arnica D30 oder D200.
Die Dosierung richtet sich nach der Grösse des Tieres. So bekommt ein Welpe oder ein Hund einer Zwergrasse 1 bis 2 Globuli oder Tropfen oder ¼ Tablette. Ein mittelgrosser Hund oder eine Katze bekommen 2 bis 3 Globuli oder Tropfen, ½ bis 1 Tablette. Ein grosser Hund bekommt 4 bis 5 Globuli oder Tropfen und 1 bis 2 Tabletten.
Ist das Tier empfindlich oder gar allergisch verringert man die Dosis oder gibt eine höhere Potenz. Somit verhindert man die homöopathische Erstreaktion, darunter versteht man eine Erstverschlimmerung der Symptome. Das kann vorkommen, wenn man das richtige Medikament, aber die falsche Potenz verabreicht hat. Diese Reaktion dauert bei niedrigen Potenzen wenige Stunden bei Hochpotenzen bis zu einigen Stunden. Diese Heilreaktion ist evtl. etwas belastend für den Patient, aber es ist ein Zeichen das eine Veränderung im Körper eintritt, die erwünscht ist.
Die homöopathische Energie hat innerhalb von 3 Minuten den Körper “durchflutet”, aber gerade bei chronischen Krankheiten kann es eine Weile dauern, bis sich eine Besserung einstellt. Die Krankheit ist aber auch über einen gewissen Zeitraum entstanden, somit kann man nicht erwarten, dass sie über Nacht verschwindet. Da muss der Besitzer manchmal ein wenig Geduld haben.
Homöopathische Medikamente sollten nie mit einem Metalllöffel eingegeben werden, da dieser den Schwingungscharakter stört. Falls man eine Tablette pulverisieren möchte, dann nimmt man einen Holzkochlöffel.
Generell wird die Arznei von Tieren angenommen, da die Globuli und auch die Tabletten aus Milchzucker bestehen und keinen unangenehmen Geschmack haben. Die alkoholischen Tropfen können ins Trinkwasser, auf Leckerlis oder auch mit Wasser in eine Spritze aufgezogen, direkt ins Maul gespritzt werden (ohne Kanüle!). Auch Ampullen können ins Maul gegeben werden, da die Medikamente sehr gut über die Maulschleimhaut aufgenommen werden.
Homöopathie kann mit vielen anderen Therapieformen kombiniert werden.